The Klonquartett
THE KLONQUARTETT
Was tut eine Musikerin, wenn plötzlich gemeinsames Musizieren nicht mehr möglich ist? Sie erschafft sich ihre eigenen Musikerkollegen.
Als 2020 das kulturelle Leben nahezu vollständig zum Stillstand kam, war das für viele Musiker ein großer Einschnitt. Musik ist nicht nur Beruf und finanzielle Grundlage, sondern auch Ausdruck, Motivation und ein wichtiger Teil des persönlichen Gleichgewichts. Konzerte, Projekte und das gemeinsame Musizieren geben dem Alltag Struktur und Inspiration.
Nach Wochen des isolierten Übens entstand deshalb die Idee zu einem eigenen Online-Projekt: dem Klonquartett. Die ersten Videos waren noch schlicht gehalten – vier Versionen meiner selbst spielten in einzelnen „Kästchen“, interagierten jedoch bereits miteinander.
Das Klonquartett – Erste Version während der Corona-Zeit
Mit der Zeit wurden die Produktionen immer aufwendiger. Durch Greenscreen-Technik und professionelle Videobearbeitung konnten die Klone gemeinsam in einer Szene auftreten, miteinander spielen und kleine Geschichten erzählen. Gleichzeitig begann ich, bekannte Songs aus den Charts für Violinquartett zu arrangieren und das Repertoire um Filmmusik sowie klassische Werke zu erweitern.
Mit den unterschiedlichen Persönlichkeiten der einzelnen Klone entwickelte das Projekt schnell seinen eigenen Charakter: musikalisch, humorvoll und manchmal auch leicht chaotisch. Inzwischen standen meine vier Geigerinnen und ich sogar bereits gemeinsam live auf der Bühne.
Seit 2026 arbeite ich daran, die Figuren des Klonquartetts weiterzuentwickeln und ihnen noch mehr Individualität und Tiefe zu verleihen. Wohin diese Reise führen wird, weiß ich selbst noch nicht genau – und gerade das macht sie so spannend#